Rezension: Grasart von Ingo Arndt und Prof. Jürgen Tautz

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Ich habe das Buch mit der Post bekommen, ausgepackt und durchgeblättert, wie ich das mit allen Büchern mache. Und hier war meine erste Reaktion: welch ein tolles Buch, welche hervorragende Fotos, welches gelungenen Design!

Und dann blättere ich weiter und wieder zurück und bin immer noch beeindruckt von dem, was ich sehe: herrliche Fotos der Pflanzen- und Tierwelt aus den Grasländern der Welt von Ingo Arndt, sauber gestaltet und hervorragend gegliedert von Silke Arndt, intelligente und lehrreiche Texte von Prof. Jürgen Tautz.

Zwischen den einzelnen Abschnitten des Buches sind die schönsten Fotos: Die Graskunst, Grasarten kontrastreich entwickelt und fotografiert im Stil einer rein botanischen Illustration, wie man sie aus älteren Büchern kennt: auf weißem Hintergrund nur die Pflanze in ihrer außerordentlichen Schönheit dargestellt.

Und wenn man über das Staunen zu den Fotos heraus ist beginnt man das Buch zu lesen. Auch das lohnt sich. Im Vorwort von Ruth Eichhorn, früherer Direktorin für Fotografie des GEO Magazins, erfährt man mehr über Ingo Arndt und sein Werk. „Wir reisen mit Ingo und Silke Arndt um die Welt. Wir schauen, lesen und staunen, und müssen dankbar sein, dass es solche Fotografen gibt, die uns mit einem enormen Engagement, mit hohem technischen und finanziellen Aufwand, neue Ansichten auf unsere Welt erlauben, wie wir sie selbst niemals erleben werden, die wir mitnehmen und behalten, sodass in jedem von uns ein neues Bild der Erde entsteht“ , schreibt sie dort am Ende. Wie wahr.

Das Buch gliedert die Texte und Bilder in die Grasregionen der Erde. Das gemäßigte Grasland mit Pampa, Prärie und Steppe; die Savanne im tropischen Grasland und das feuchte Grasland mit den Everglades in Florida. In zwei weiteren Kapiteln wird der Lebensraum von Bambus und Schilf vorgestellt.

Wer bei dem Titel des Buches nur Fotos von Gräsern erwartet hat, wird positiv überrascht sein. Fotos der Landschaften und der Tierwelt ergänzen das Bild über die Graslandschaften zu einem Gesamtkunstwerk.

Und der Ruhepol zwischen all den hervorragenden Fotos sind dann immer wieder die „Illustrationen“ in denen einzelne Gräser der jeweiligen Region gezeigt werden.

Am Ende des Buches befriedigt Ingo Arndt auch die Neugier der Fotografen, die immer wissen wollen, wie all die tollen Fotos entstanden sind und welche Technik er einsetzt.

Ein winziger Wermutstropfen ist die hellgraue und sehr feine, durchaus elegante und auch passende, dünne Schrift des Fließtextes, die das Lesen des informativen Textes nicht gerade erleichtert.

Mein Lieblingsfoto: Das Guanako auf Seite 18!

Fazit:

Bestellen, anschauen, lesen, nachmachen! Dieses Buch ist die Messlatte für jeden kommenden Bildband, eine Vorbild für Fotografen wie mich, die gerne Natur und Wildlife fotografieren. Von diesen Fotos kann man lernen! Und man kann lernen, wie man seinen nächsten eigenen Bildband oder einfach nur das Fotobuch besser gestalten kann. Fünf Sterne. Und einen mehr, wenn es ginge.

Hier gibt es ein Video, das einen sehr guten Eindruck des Buches vermittelt.

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